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14.09.2020 Deutscher Komponistenverband gibt Wechsel in Leitung und Vorstandschaft bekannt

 

Am Donnerstag den 9. September erfolgte in einer Sitzung des Bundesvorstands des DKV der Rücktritt von Prof. Dr. Enjott Schneider (70) als Präsident und als Vorstandsmitglied. Ausschlaggebend waren vor allem gesundheitliche Gründe, die derzeit einen reduzierten Aktivitätslevel erfordern.

Enjott Schneider war damit von 2013 bis 2020 der Präsident des Deutschen Komponistenverbandes. Zu seinem Nachfolger im Bundesvorstand wurde der Komponist Prof. Moritz Eggert einstimmig kooptiert, die präsidialen Aufgaben übernimmt interimsmäßig Vizepräsident Dr. Ralf Weigand.

Schneiders Fazit: „Mit großem Bedauern gilt es nun von einem reputablen Arbeitsfeld Abschied zu nehmen, das mir viel Freude bereitete und hervorragende Möglichkeiten bot, im kulturellen und musikpolitischen Bereich wichtige Ziele zu formulieren und durchzusetzen. Das Berufsbild ‚Komponistin/Komponist‘ ist durch technologische Entwicklungen und neue Formen der Distribution von Kunst in den heutigen Tagen einem elementaren Wandel ausgesetzt. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die mir meist einmütig geholfen haben, hier neue Wege zu gehen und das facettenreiche Profil des Komponierens – von der Musik in Konzertsaal & Oper bis zu Filmmusik, Jazz, Pop, Rock oder Chor- und Kirchenmusik – anzuschärfen und allen kulturinteressierten Menschen nahezubringen.“

Als international renommierter Komponist und engagiertes GEMA-Mitglied in zahlreichen Gremien, u.a. als Vorsitzender des GEMA-Aufsichtsrates von 2012 bis 2017, war Schneider als Präsident des DKV eine Idealbesetzung. Durch geistige Offenheit, große Vielseitigkeit und legendäre Sachkenntnis war er die integrative Persönlichkeit, die den Verband entsprechend der unterschiedlichsten Bedürfnisse der hier vereinten verschiedenen Genres konstruktiv und unterstützend lenkte. Er war nicht nur offen für Gender-Debatten, sondern hat sich auch nachhaltig für Frauen in leitenden Funktionen zahlreicher Gremien eingesetzt.

„Mit Enjott Schneider verlieren wir einen einzigartigen Musiker und Menschen in diesem wichtigen Amt“, bedauert Vizepräsident Weigand das Ausscheiden Schneiders. „Ich danke ihm im Namen aller Mitglieder und des Vorstands überaus herzlich und innig für sein herausragendes unermüdliches Engagement für Musik und Kultur im Rahmen seiner Präsidentschaft. Wir werden ihn sehr vermissen und wünschen ihm sowohl seine Gesundheit betreffend, aber auch für seinen nunmehr alleinigen Lebensschwerpunkt, das unermüdliche musikalische Schaffen, nur das Allerbeste! Gleichzeitig richtet sich der Blick erwartungsvoll nach vorne auf unser neues Vorstandsmitglied Moritz Eggert: Wir freuen uns auf seine umfassende Expertise im gemeinsamen Diskurs, sein Mitwirken wird eine große Bereicherung für die Arbeit der Vorstandsrunde sein.“

Mit Moritz Eggert konnte ein musikalischer Top-Experte für den Vorstand gewonnen werden, der weit über das Komponieren hinaus auch als Pianist / Performer sowie als diskussionserfahrener Kulturpolitiker, etwa mit seinem vielbeachteten „Bad Blog“ in der Zeitschrift NMZ, sich einen wohlklingenden Namen machen konnte. Moritz Eggert: „Ich freue mich, wieder Teil des Vorstands des Deutschen Komponistenverbandes zu sein und – nach einigen Jahren Familienpause – meine Arbeit dort wieder aufzunehmen. Seitdem ist viel geschehen, vieles hat sich in unserem Beruf verändert und es gibt neue Herausforderungen wie die aktuelle Krise, die noch mehr als je zu vor unsere Solidarität erfordert.  Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, auf die Situation speziell der freischaffenden Komponist*innen aufmerksam zu machen und unsere Position gegenüber der Politik und den Medien zu stärken. Ich bin mir sehr bewusst, dass die sehr erfolgreiche Arbeit meines hochgeschätzten Kollegen Enjott Schneider und des bisherigen Teams fortgeführt werden muss, was sowohl große Verantwortung als auch Inspiration für mich ist. Wir haben Enjott alle sehr viel zu verdanken, und ich wünsche ihm in seinem verdienten Ruhestand noch möglichst lange dieselbe liebenswerte künstlerische Energie, die ihn auch vorher schon antrieb!“

Quelle: http://komponistenverband.de

 
 

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