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01.10.2021 Daniel Barenboim startet mit Berliner Bildungssenatorin das Projekt „Die Musikalische Schule“

 

Durch die für mindestens sechs Jahre angesetzte Kooperation des Berliner Senats für Bildung, Jugend und Familie mit der Daniel Barenboim Stiftung, dem Bezirk Pankow und der dortigen 48. Grundschule in der Conrad-Blenkle-Straße wird erstmals eine „Musikalische Schule“ realisiert. Das Projekt „Musikalische Schule“ wird getragen von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, dem Bezirk Pankow sowie der Daniel Barenboim Stiftung. Die konzeptionelle Vorarbeit, die spezielle Schulung des Personals sowie die Anschubfinanzierung werden dabei für zwei Jahre von der Daniel Barenboim Stiftung übernommen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Bezirk Pankow gewährleisten, dass das Projekt darüber hinaus fortgesetzt werden kann.

Das Besondere an der „Musikalischen Schule“ ist die präzise Kombination aus individualisiertem Lernen und einem detaillierten musikpädagogischen Konzept, das den schulischen Alltag konsequent musikalisiert und ergänzt. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält drei Mal die Woche 15 Minuten Einzelunterricht an einem Instrument, zunächst am Klavier. Dieser Unterricht ist so in den Schultag integriert, dass dieser dadurch nicht verlängert wird. Das pädagogische Team wird dafür durch speziell ausgebildete Instrumentallehrerinnen und -lehrer ergänzt, die eng mit den Klassenteams zusammenarbeiten.

Maestro Daniel Barenboim: „Ich bin glücklich und stolz über den Start der Musikalischen Schule, ein Pilotprojekt, das hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass musikalische Bildung sowohl für die individuelle Entwicklung des Menschen als auch für unsere Gesellschaft essenziell ist. Die staatlichen Subventionen für musikalische Institutionen in Deutschland sind natürlich großartig, aber Musik kommt in der heutigen schulischen Bildung sträflich zu kurz. Dabei hat sie eine ebenso große Bedeutung wie Mathematik oder Geschichte. In unserem Musikkindergarten zeigen wir, dass frühkindliche musikalische Bildung dazu führt, dass sich ein Großteil der Kinder in ihrem Leben weiter mit Musik beschäftigen. Die Musikalische Schule ist eine logistische Fortsetzung dieses Engagements und ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre.“

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Ich freue mich sehr darüber, dass die Daniel Barenboim Stiftung das Konzept der ‚Musikalischen Schule‘ an einer öffentlichen Schule verwirklicht. Für diese Initiative danke ich Herrn Barenboim sehr. Die ‚Kornblumenklasse‘ ist die erste Klasse der 48. Grundschule in Pankow, die bereits mit dem Klavierunterricht begonnen hat. Mit diesem Klavierunterricht beginnt die Förderung der musikalischen Seite aller Kinder. Es geht dabei nicht darum, künftige Konzertpianisten oder Konzertpianistinnen auszubilden. Vielmehr soll mit dem Erlernen eines Instruments der Zugang zur musikali-schen Bildung ganzheitlich erfolgen. Musik kann beflügeln, glücklich stimmen oder auch beruhigen und erweitert den Horizont von Schülerinnen und Schülern. Herrn Barenboim und mir ist es sehr wichtig, dass diese Möglichkeit allen Schülerinnen und Schülern geboten wird, gerade auch denen, die zu Hause dazu keine Möglichkeit haben.“

Dr. Torsten Kühne, Stadtrat für Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit: „Sehr prägnant hat Victor Hugo die Bedeutung der Musik auf den Punkt gebracht: Sie drückt das aus, was nicht gesagt werden kann, worüber zu schweigen aber unmöglich ist. Die musikalische Bildung ist darum schlicht unverzichtbar für das gesellschaftliche Miteinander. Deshalb unterstützt auch das Bezirksamt das gemeinsame Projekt ‚Die Musikalische Schule‘ der Daniel Barenboim Stiftung und der 48. Pankower Schule von Beginn an. Erfolgreiche Pädagogik und Didaktik kommen ohne musikalische Bildung kaum aus. Sie ist eine Voraussetzung für eine gelungene und umfassende Persönlichkeitsbildung. Das Projekt möchte den Schülerinnen und Schülern auch vermitteln, Freude an der Musik zu haben und anderen mit Musik Freude zu bereiten. Das Bezirksamt wird das Projekt auch weiterhin mit seinen Möglichkeiten positiv begleiten.“

Mit Unterstützung des verantwortlichen Bauträgers Goldbeck AG wurden in den Sommerferien 2021 die Umwidmungsarbeiten im bestehenden Schulgebäude begonnen, durch die zunächst drei, später sechs zusätzliche Instrumentalunterrichtsräume entstehen. Dankenswerter Weise haben die C. Bechstein Pianoforte AG und auch die Carl Bechstein Stiftung bei der Anschaffung der Klaviere und des Flügels dieses Vorhaben unterstützt. Die Daniel Barenboim Stiftung ist mit einem solchen Konzept auch bereits an der Berlin Cosmopolitan School tätig.

Quelle: https://www.berlin.de

 
 

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