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09.04.2019 Christoph und Stephan Kaske Stiftung zeichnet Olga Neuwirth aus

 

Die Komponistin Olga Neuwirth ist die diesjährige Preisträgerin der Christoph und Stephan Kaske Stiftung. Der Preis wird am 12. November 2019 in München im Künstlerhaus am Lenbachplatz verliehen.

Die Österreicherin Olga Neuwirth zählt zu den bedeutendsten Komponistenpersönlichkeiten der Gegenwart. Als Tochter des Jazz-Musikers Harry Neuwirth und Nichte des Musikwissenschaftlers und Wiener-Schule-Spezialisten Gösta Neuwirth wuchs die heute 50-Jährige in der Tradition beider Musikformen auf. Ein Unfall machte ihren ursprünglichen Plan, Jazz-Trompeterin zu werden, zunichte und so begann sie bereits mit 15 Jahren mit dem Komponieren. Olga Neuwirth studierte Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst und am Elektro-Akustischen Institut, beide in Wien. Weitere Studien folgten in San Francisco und Paris.

Mit Mini-Opern nach Texten von Elfriede Jelinek erregte sie 1991 erstmals internationale Aufmerksamkeit.  Neue Medien und alte Instrumente sind für Olga Neuwirth keine Widersprüche. 2003 erfolgte beim „steirischen herbst“ in Graz die Uraufführung des Musiktheaters Lost Highway nach dem gleichnamigen Film von David Lynch. Bei den Salzburger Festspielen wurde ihr Trompetenkonzert von den Wiener Philharmonikern uraufgeführt. Im gleichen Jahr wurde die Komponistin in die Akademie der Künste Berlin berufen. Olga Neuwirth nahm 2007 an der documenta 12 mit der Klanginstallation ...miramondo multiplo... teil.

Olga Neuwirth erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Als erste Komponistin überhaupt wurde sie 2010 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt.

Die Christoph und Stephan Kaske Stiftung wurde 1988 von Karlheinz und Christiane Kaske im Gedenken an ihre Söhne Christoph und Stephan mit dem Ziel gegründet, neue Musik zu fördern. Im Geiste dieser Gründungsidee entwickeln Joachim und Dagmar Kaske und ihre Kinder Katharina, Johannes und Fabian die Stiftung weiter.

Die Jury, die den jährlichen Preisträger der Stiftung auswählt, besteht aus den Stiftungsbeiräten Konstantia Gourzi, Minas Borboudakis, Theo Geissler und Andreas Kolb. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert.

Den Preis der Stiftung gibt es seit 1989. Preisträger waren seither u.a. Pierre Boulez, Peter Eötvös Kaija Saariaho, Mark Andre, Enno Poppe, Josef Anton Riedl, Isabel Mundry und Georges Aperghis.

Quelle: http://www.kaske-stiftung.org