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16.06.2020 Bayerische Chorverbände wehren sich weiter gegen Proben- und Auftrittsverbote

 

[8. Juni 2020] „90.000 Sänger*Innen warten auf ein Signal aus den Ministerien. Unsere Chöre wollen endlich eine nachvollziehbare und gerechte Regelung, wann und wie sie wieder zu einem Proben- und Konzertbetrieb zurückkehren können.“, so Jürgen Schwarz, geschäftsführender Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben. In einem gemeinschaftlichen Brandbrief wendeten sich die Präsidenten der vier Bayerischen Chorverbände, Karl Weindler vom Bayerischen Sängerbund, Dr. Paul Wengert vom Chorverband Bayerisch-Schwaben, Prof. Dr. Friedhelm Brusniak vom Fränkischen Sängerbund und Hermann Arnolf vom Maintal Sängerbund an Staatsministerin Melanie Huml – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Staatsminister Bernd Sibler – Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und Staatsminister Dr. Florian Herrmann – Leiter Bayerischen Staatskanzlei. In diesem Brief weisen die Präsidenten auf die Öffnungen des Probenbetriebs in den angrenzenden Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen hin, verweisen unter anderem auf die Studien „Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik“ der Hochschule für Musik Freiburg und „Musizieren während der Pandemie - was rät die Wissenschaft?“ der Universität der Bundeswehr München. Dem Brief beigefügt ist ein beispielhaftes Hygienekonzept für die Durchführung von Chorproben, das auf diesen Studien basiert und als Entscheidungshilfe für die Wiederzulassung der Chorprobenarbeit in Bayern dienen soll.
 
Studie „Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik“ der Hochschule für Musik Freiburg, 2. Update vom 19. Mai 2020:
https://www.mh-freiburg.de/hochschule/covid-19-corona/risikoeinschaetzung
Studie „Musizieren während der Pandemie - was rät die Wissenschaft?“ der Universität der Bundeswehr München vom 8. Mai 2020:
https://www.unibw.de/home/news-rund-um-corona/musizieren-waehrend-der-pandemie-was-raet-die-wissenschaft
 
Podcast zu den Studien auf SWR2:
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/singen-im-chor-ab-juni-freiburger-institut-fuer-musikmedizin-empfiehlt-zwei-meter-abstand-100.html
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/kirchenmusik-im-abseits-100.html

15.06.2020: UPDATE der Chorverbände
Leider hat der Brandbrief vom 8. Juni zur Wiederermöglichung des Probenbetriebs von Chören und Ensembles bisher keine Wirkung gezeitigt. Weder Frau Staatsministerin Huml (Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) noch der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, haben uns geantwortet. Aus dem Haus von Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler erreichte uns lediglich eine Zwischennachricht, dass die Angelegenheit „derzeit noch geprüft“ werde. Am selben Tag (12. Juni) hat die Gesundheitsministerin allerdings eine Verordnung zur Änderung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, in der es in § 1 Nr. 8 zur Änderung von § 20 Absatz 2 Nr. 1 heißt:
„Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist unzulässig.“
Nach einer Videokonferenz der Präsidenten der vier bayerischen Chorverbände am gestrigen Sonntag wurde heute erneut ein Erinnerungsschreiben an die Minister versendet, mit der Bitte um dringliche Antwort bis zum 17.06.2020, da der Ausschluss der Chöre nicht mehr vermittelbar ist.

Quelle: https://www.bayerischer-musikrat.de

 
 

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