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09.11.2021 13 Musik- und Kirchenverbände formieren sich zur Gestaltung einer alljährlichen Musikaktion am Tag der Deutschen Einheit

 

Heute vor 32 Jahren fiel die Berliner Mauer am 9. November 1989. Ohne den erfolgreichen Widerstand der Friedlichen Revolution wäre das nicht möglich gewesen. Der neue Trägerverein „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e.V.“ gedenkt dem Mut vieler Bürger*innen alljährlich zum Tag der Deutschen Einheit mit einer zivilgesellschaftlichen Musikaktion.

Der neue Trägerverein „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ versteht musikalische Beteiligung als zentrales Element demokratischer Gesellschaften. Für 2022 will der Verein die Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1, 1. Hs. Grundgesetz (GG)) ins Zentrum der Veranstaltung stellen. Durch die Wahl eines jährlichen Freiheitsrechtes des Grundgesetzes soll zusätzlich die politische Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements unterstrichen werden.

In Kooperation mit dem Deutschen Musikrat, dem Netzwerk „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ruft der Verein „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e. V. “ alle Menschen zur Beteiligung an der bundesweiten Musikaktion
2022 auf.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, kommentiert: „Mit dem Fall der Mauer haben sich die Freiheitsrechte der Menschen durchgesetzt. Eines dieser Rechte ist die Meinungsfreiheit. Sie ist elementarer Bestandteil des Meinungsbildungsprozesses in der Demokratie. Jede Einschränkung ist ein Angriff auf die Demokratie und wie ein erneuter Mauerbau in der Gesellschaft.“

Dazu Bernd Oettinghaus, Theologe und Initiator der Initiative: „Landauf, landab gibt es eine Menge Meinungen, gibt es Debatten um das, was richtig und falsch ist, gibt es Diskussionen über das, was uns weiterbringt und was nicht. So polarisierend diese Meinungsvielfalt oft ist – sie bleibt der Treibstoff unserer Demokratie. Unsere deutschlandweite Musikaktion im Jahr 2022 soll einen zusätzlichen, musikalischen Beitrag zur Feier dieser Vielfalt leisten und in einen großen Dankechor münden.“

Dr. Stefan Donath, Geschäftsführer des Bundesmusikverbands, betont: „32 Jahre Mauerfall sind auch 32 Jahre Meinungsfreiheit. Wenn Menschen durch gemeinsames Singen und Musizieren ihre Stimme erheben, ist das ein starkes Signal. Sie beteiligen sich und demonstrieren, dass Musik jede Mauer überwindet. Sie gedenken dem historischen Kampf für Freiheitsrechte auch in unserem Land. Und: Sie setzen ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben in einem vereinigten Deutschland, ohne Hass, Rassismus und Antisemitismus.“

Bereits in den letzten Jahren hatte die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des deutschen Nationalfeiertags für den sozialen Zusammenhalt ins Zentrum gerückt: Am 3. Oktober wurden um 19.00 Uhr zeitgleich im ganzen Land 10 verbindende Lieder aus Ost und West (darunter „Kein schöner Land“, „We shall overcome“, „Hevenu shalom alechem“ oder „Über sieben Brücken musst du gehn“) gesungen und mit Kerzenlicht an die Friedliche Revolution erinnert.

Für die Umsetzung soll der bisherige Fokus einer Mit-Sing-Aktion auch auf den instrumentalen Bereich ausgedehnt werden. Neue Orchesterverbände und Musikensembles sollen hinzugewonnen werden. Zudem strebt der Verein die Zusammenarbeit mit Stiftungen, Verbänden und Organisationen unterschiedlicher Gesellschaftsbereiche – im Besonderen auch Migrantenorganisationen – und damit nicht nur aus dem musikalischen Spektrum an. Ziel des neuen Vereins sei laut Satzung „möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, sich aktiv für ein internationales Kulturleben im Zusammenhang zum Tag der Deutschen Einheit einzusetzen“ und so Feiertraditionen für lokale Dank- und Hoffnungsfeste anzuregen und durch die Musik ein national verbindendes Element zu gestalten.

Weitere Informationen zum Projekt:

Zur diesjährigen Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ hatten sich über 290 Chöre und Musikgruppen offiziell angemeldet. Die Aktion fand unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble statt. Gemeinsame Musik-Aktionen sollen auch das Fundament der dezentralen Feierlichkeiten für das Jahr 2022 bilden. Für Idee und Umsetzung der Planungselemente wird der neu gegründete Trägerverein „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e.V.“ verantwortlich sein. Zu den Gründungsmitgliedern des neuen gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Leipzig gehören insgesamt neun Musik- und vier Kirchenverbände/-vereine, unter anderem der Bundesmusikverband Chor & Orchester als Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. Die Vereinsgründung wurde angestrebt, um das Projekt mit einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung rechtlich abzusichern und für Mittelgeber zu öffnen. Weitere Verbände/Vereine aus der musikalischen und nichtmusikalischen Kulturszene und anderen gesellschaftlichen Bereichen sind sehr willkommen. Weitere Informationen zu Idee und Ausrichter*innen sowie zur Teilnahme vor Ort sind auf der Webseite der Initiative www.3oktober.org zu finden.

Quelle: https://bundesmusikverband.de

 
 

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