Orchester, Ensembles, Konzerthäuser und Musiktheater

Symphonie- und Kammerorchester, Ensembles, Konzerthäuser und Musiktheater prägen mit ihren Aufführungen einen wesentlichen Teil des Musiklebens in Deutschland.

Die erste Rubrik führt professionelle Orchester auf, die überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, mit einem festen Personalbestand ganzjährig und keine reine Unterhaltungs- oder Marschmusik spielen. Neben dem künstlerischen Leiter wird jeweils der Orchesterintendant oder – bei den Rundfunkorchestern – der Hauptabteilungsleiter bzw. Hörfunkdirektor genannt. Bei den Orchestern, die neben ihrer Konzerttätigkeit regelmäßig ein Musiktheater bespielen, erfolgt ein Hinweis auf die Rubrik "Musiktheater". Die Angaben zur Planstellenzahl der einzelnen Klangkörper sowie ihrer tariflichen Bindung sind in Anlehnung an die Zeitschrift Das Orchester aufgeführt. Weitere Angaben, insbesondere zur Besetzung der Orchester, enthält in ausführlicher Form das Deutsche Bühnenjahrbuch.

Nachfolgend werden professionelle Kammerorchester sowie Spezialensembles für Zeitgenössische Musik und für Alte Musik aufgeführt, die sich mindestens zur Hälfte aus Berufsmusikern zusammensetzen und aktuell im öffentlichen Musikleben präsent sind. Auf die Darstellung der zahlreichen weiteren Kammermusikensembles und -vereinigungen im semiprofessionellen und Laienbereich sowie insbesondere auf Ensembles mit einem breiteren Repertoirespektrum muss – sowohl aus Kapazitätsgründen als auch im Blick auf die damit verbundenen Erfassungsprobleme (Fluktuation und Kurzlebigkeit der Ensembles, Unterscheidung von professionellen, semiprofessionellen und Laienensembles u.a.) – verzichtet werden.

Die aufgeführten Ensembles für Zeitgenössische Musik widmen sich – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – fast ausschließlich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, von der Klassischen Moderne bis zur Avantgarde und experimentellen Formen, z.T. in Verbindung mit Theater, Tanz, Bildender Kunst, Film und anderen Künsten. Wie auch die Kammerorchester und die Ensembles für Alte Musik werden diese Ensembles unter Angabe ihrer jeweiligen Repertoireschwerpunkte und aktuellen Mitgliederzahl sowie mit Informationen zu ihrer Besetzung dargestellt. Ensembles, die sowohl Alte Musik als auch zeitgenössische Musik aufführen, wurden nach ihrem Repertoireschwerpunkt der entsprechenden Rubrik zugeordnet. Daneben gibt es zahlreiche weitere professionelle Ensembles, die einen hohen Anteil an zeitgenössischer Musik in ihren Programmen haben; eine Auswahl dieser Ensembles kann hier jedoch nicht getroffen werden. Für die Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik spielen darüber hinaus besonders die Orchester und Chöre der Rundfunkanstalten durch Vergabe von Kompositionsaufträgen und Aufführung zeitgenössischer Werke eine bedeutende Rolle; diese sind in der Rubrik Rundfunkorchester dargestellt.

Die verzeichneten Ensembles für Alte Musik bieten Musik vom Mittelalter bis zur Frühklassik, z.T. auch darüber hinaus, überwiegend in Orientierung an historischer Aufführungspraxis dar. Die meisten dieser Ensembles konzentrieren sich innerhalb des weitgespannten Zeitraums, den der Begriff "Alte Musik" umfasst, wiederum auf bestimmte Epochen oder Abschnitte, bedingt nicht zuletzt durch verschiedenartige Probleme der Instrumentierung und der Aufführungspraxis.

Als eigens für den Konzertbetrieb errichtete, in Architektur und technischer Ausstattung entsprechend konzipierte Gebäude stellen Konzerthäuser zusammen mit den in der Rubrik Musiktheater aufgeführten Opernhäusern die zentralen Orte musikalischer Darbietungen im E-Musik-Bereich dar. In der Rubrik Konzerthäuser werden Einrichtungen verzeichnet, die über Veranstaltungen der regionalen und lokalen Orchester bzw. Ensembles hinaus einen regelmäßigen Gastspielbetrieb gewährleisten, so dass sie i. d. R. ein breites Spektrum musikalischer Genres, von der Alten Musik über klassische Sinfoniekonzerte bis hin zur Zeitgenössischen Musik und zur Popularmusik, abdecken und mit einem eigenen künstlerisch geprägten Profil entscheidende programmatische Impulse setzen.

Die öffentlich getragenen oder überwiegend aus öffentlichen Mitteln geförderten Musiktheater stellen den weitaus größten Teil des Musiktheater-Angebots in Deutschland. Sie gliedern sich in Staatstheater, kommunale Theater und Landestheater. Neben den öffentlich getragenen Häusern gibt es eine Reihe meist kleinerer Musiktheater (z. B. Kammeropern, Operettentheater) in privater Trägerschaft, die – soweit sie ein festes Ensemble unterhalten – ebenfalls aufgeführt werden. Darüber hinaus sind in einer eigenen Rubrik auch die privat betriebenen Musicalbühnen vertreten. Weitere Daten zu den einzelnen Einrichtungen, insbesondere über die personelle Besetzung der Musiktheater, liegen in ausführlicher Form im Deutschen Bühnenjahrbuch vor. Die Orchester der Musiktheater werden in der Rubrik „Symphonieorchester“ dargestellt; Berufschöre sind unter den sie tragenden Musiktheatern vermerkt, Rundfunkchöre werden im Portal Hörfunk& Fernsehen aufgeführt.

 

Mehr zum Thema:
Informationen zu Strukturen und aktuellen Entwicklungen der Konzert- und Musiktheaterlandschaft in Deutschland finden Sie in unserem Themenportal Konzerte & Musiktheater. Über statistische Kennzahlen, wie z.B. zu Veranstaltungen, Besuchern, Personal- und Finanzstrukturen der Theater und Orchester, informiert unsere Rubrik Statistiken. Vertiefende Quellen bietet das MIZ ebenfalls mit seinen topografischen Darstellungen, seinem Spektrum an einführenden Fachbeiträgen sowie seiner Dokumentensammlung zum Thema.

 

 

 

MyMIZ

alle Einträge im Detail anzeigen

kein Eintrag vorhanden

cookie: Mappe löschen

» MyMIZ Daten speichern/laden