Forschung und Dokumentation

Einrichtungen der Forschung und der Dokumentation haben sowohl für die Musikwissenschaft als auch für die Musikpraxis grundlegende Bedeutung. Im Folgenden werden Einrichtungen aufgeführt, die aufgrund ihrer Aufgabenstellung, Forschungsschwerpunkte oder Bestände einen überregionalen Stellenwert besitzen. Forschungsarbeit wird – neben den hier aufgeführten speziellen Einrichtungen – schwerpunktmäßig an Universitäten und anderen Hochschulen betrieben, deren Institute vielfach über umfangreiche Fach- und Spezialbibliotheken verfügen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Archive und Fachbibliotheken mit z. T. bedeutenden Beständen an weiteren Ausbildungsstätten und an Einrichtungen der Fort- und Weiterbildung, bei Rundfunkanstalten sowie bei Verbänden und Stiftungen; diese Bibliotheken sind dem allgemeinen Publikum jedoch meist nicht zugänglich. Die Öffnungszeiten der hier aufgeführten Einrichtungen können über die angegebenen Kontaktadressen in Erfahrung gebracht werden. Die Bestandskataloge der Bibliotheken, z. T. auch der Archive, sind i. d. R. über die angegebenen Internetadressen zu erreichen.

In den ersten Rubriken werden Öffentliche Musikbibliotheken verzeichnet, die i. d. R. innerhalb der städtischen Bibliotheken als eigene Abteilung geführt werden. Darüber hinaus werden auch Stadtbibliotheken ohne voll ausgebaute Musikabteilung dargestellt, sofern sie über größere Bestände an Musikbüchern, Noten oder Tonträgern verfügen.

Die Aufnahme der Wissenschaftlichen Bibliotheken, Archive, Forschungsinstitute orientiert sich u. a. an der Zugehörigkeit zur Fachgruppe Freie Musikwissenschaftliche Forschungsinstitute der Gesellschaft für Musikforschung sowie an den verschiedenen Nachschlagewerken zum Musikbibliothekswesen, insbesondere dem Handbuch der Musikbibliotheken in Deutschland. Darüber hinaus wurden weitere überregional bedeutende Archive und Dokumentationsstätten sowie Bibliotheken mit spezieller fachlicher Ausrichtung aufgenommen. Sondersammelgebiete u. -bestände sowie in den Einrichtungen archivierte Nachlässe sind verzeichnet, soweit sie von den einzelnen Institutionen mitgeteilt wurden. Akademien der Wissenschaften werden aufgeführt, soweit sie musikwissenschaftliche Forschungsprojekte durchführen bzw. betreuen. Akademien der Künste sind in der Rubrik Verbände, Vereinigungen, Gesellschaften dargestellt.

Die Rubrik Musikmuseen und -ausstellungen zeigt Museen und Einrichtungen, die sich mit der Sammlung, Bewahrung und Vermittlung von Nachlässen bedeutender Musikerpersönlichkeiten, der Erhaltung und Präsentation von Zeugnissen des Musikinstrumentenbaus oder anderen Aspekten des Musiklebens befassen. Träger sind Bund, Länder, Städte und Gemeinden, Stiftungen oder in einigen Fällen auch Vereine und Privatpersonen. Dargestellt sind die in der Arbeitsgemeinschaft „Musikermuseen in Deutschland“ zusammengeschlossenen Einrichtungen sowie weitere Institutionen, die ständige Ausstellungen zu einzelnen Musikerpersönlichkeiten beherbergen. Neben den Musikermuseen aufgeführt werden Musikinstrumentenmuseen und -sammlungen, die entweder selbstständig oder als Abteilungen größerer Institutionen, z. B. Landes-, Regional- oder Stadtmuseen, Museen mit kulturhistorischem Schwerpunkt oder Universitäten, in Erscheinung treten. Darüber hinaus existieren weitere Museen, die neben anderen Objekten auch Musikinstrumente ausstellen; sie werden aufgrund ihres zahlenmäßig meist geringen Sammlungsumfangs nicht berücksichtigt. Archive, Forschungsinstitute und Forschungsstellen, die in ihren Aufgabenschwerpunkten auf einzelne Musikerpersönlichkeiten ausgerichtet sind, werden aufgeführt, sofern sie über öffentlich zugängliche Ausstellungsräume verfügen. Einrichtungen mit reinem Sammlungs- oder Forschungsauftrag, ebenso wie Vereinigungen und Gesellschaften, die sich dem Andenken einzelner Musikerpersönlichkeiten widmen, werden in eigenen Rubriken dargestellt.

 

Mehr zum Thema:
Informationen zu Strukturen und aktuellen Entwicklungen im Bereich Forschung und Dokumentation finden Sie in unserem Themenportal Medien & Recherche. Vertiefende Quellen bietet das MIZ ebenfalls mit seiner Topografie sowie mit dem Fachbeitrag Musikinformation und Musikdokumentation von Joachim Jaenecke. Einen praktischen Ratgeber zur Musikrecherche hat Susanne Hein im Auftrag des MIZ verfasst.

 

 

 

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